Bewertung von Mitarbeiteroptionen (Stock Option Gutachten)

PDF Drucken
Die finanzmathematische Bewertung von Derivaten, insbesondere Stock Options (aktienbasierte Vergütung von Mitarbeitern auf der Basis von Optionsplänen) auf der Basis der Vorschriften von IFRS 2 oder FAS 123 ist ein Schwerpunkt unseres Instituts. Wir beraten auch bei der Erstellung und Änderung von Optionsplänen.

Folgende Leistungen können wir bieten:

Bei Optionen, die in Aktien des Unternehmens gewährt werden (bei diesen Optionsplänen ist grundsätzlich der gesamte Fair Value zum Ausgabedatum pro Vesting Period (Sperrfrist) gleichmäßig verteilt zu den Berichtsstichtagen nach dem Buchungssatz "Per Personalaufwand an Kapitalkonto" anzusetzen):

  • Berechnung des Fair Value für ein Optionsrecht zum Ausgabedatum des Optionsplans (Begebung des Optionsrechts);
  • Verteilung des Fair Value aller Optionsrechte eines Plans zum Ausgabedatum auf die Bilanz- bzw. Quartalsstichtage unter Berücksichtigung der geschätzten zukünftigen Fluktuation der Optionsberechtigten;
  • Aktualisierung der Verteilung des gesamten Fair Value unter Berücksichtigung stattgefundener Fluktuation.

Bei Optionen, die in Cash - auf Basis des aktuellen Aktienkurses des Unternehmens - gewährt werden  (hier handelt es sich um Verbindlichkeiten, die zu den Bilanz- bzw. Quartalsstichtagen erfolgswirksam zu verbuchen sind. Die Verbindlichkeiten sind in Höhe des Fair Value der Optionsrechte unter Berücksichtigung der Fluktuation zu den einzelnen Stichtagen und in Höhe der erfüllten Sperrfristen anzusetzen):

  • Berechnung des Fair Value für ein Optionsrecht zum Bilanz- bzw. Quartalsstichtag;
  • Berechnung der Rückstellung für die Gesamtheit der Optionsrechte zum Bilanz- bzw. Quartalsstichtag unter Berücksichtigung der geschätzten zukünftigen Fluktuation der Optionsberechtigten und der erfüllten Sperrfristen.

 

 

Unsere Berechnungen basieren auf einem Binomialmodell mit infinitesimal kleiner Schrittweise, also einem geometrischen Brown’schen Prozess, der auch dem Black-Scholes-Modell zugrunde liegt.

Auf dieser Basis wird die zukünftige Entwicklung des Aktienkurses  modelliert und hierauf aufbauend die Bewertung des Derivats zum Stichtag vorgenommen.

Bei komplizierteren Plänen, z.B. wenn Ausübungshürden zu unterschiedlichen Zeitpunkten vorgesehen sind, kann die Bewertung i.a. nicht mehr durch analytische Berechnungen vorgenommen werden. Sind dann noch situationsabhängige (pfadabhängige) Entscheidungen des Optionsbegünstigten in die Bewertung mit einzubeziehen, dann führen nur noch stochastische Simulationen (Einsatz von Monte-Carlo-Methoden) zum Erfolg, wozu auf Grund der hohen Anzahl von Simulationen (10 Mio. und  mehr) hocheffiziente Software und modernste IT-Infrastruktur notwendig ist.

Diese Voraussetzungen liegen nun bei uns vor. Wir sind damit in der Lage, unseren Mandanten zusätzlich zu unseren bisherigen Leistungen die Bewertung von an Mitarbeiter gewährten Derivaten (Kapitalbeteiligungsleistungen) anzubieten. Unsere Software meistert selbst komplizierteste Fälle, wie z.B. eine oder mehrere vorgesehene Ausübungshürden zu unterschiedlichen Zeitpunkten vor oder während der Ausübungszeit, oder Entscheidungen in Abhängigkeit von mehreren Aktienkursentwicklungen. Dabei können auch noch Mitarbeiterentscheidungen miteinfließen.

Zusätzlich können auch Verwässerungseffekte und zukünftige Dividendenzahlungen berücksichtigt werden.


Wenn zu diesem Themenkreis Fragen bestehen, zögern Sie bitte nicht, bei uns anzurufen.

Zuständig bei uns ist  Herr Prof. Dr. Edgar Neuburger .

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 7. Juli 2011 )
 
| Suche | AGB | Impressum |